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Das Mendelssohn-Haus

Erneut bleibt das Museum im Mendelssohn-Haus geschlossen, vorerst bis 07. Februar 2021. Unser Büro ist aber täglich besetzt. Sie erreichen uns unter
+49 341 9628820.







+++ Live aus dem Musiksalon im Mendelssohn-Haus +++
 
Das Sonntagsmatinée mit dem Saxonia Piano Trio – Hiroto Saigusa (Klavier), Michael Scheitzbach (Violine) und Tilman Trüdinger (Violoncello).

Unser Programm:
Joseph Haydn (1732-1809)
Klaviertrio B-Dur Hob. XV: 20
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Klaviertrio d-Moll op. 49 MWV Q 29
Unsere Künstler: Saxonia Piano Trio
– Eine kurzfristig geplante Konzerttournee im Sommer 2008 führte Michael Scheitzbach, Tilman Trüdinger und Hiroto Saigusa erstmals zusammen. Die gewonnene Freundschaft, die Spontanität und Freiheit im Zusammenspiel und nicht zuletzt die enthusiastischen Reaktionen des Publikums veranlassten die Musiker zur Gründung des Saxonia Piano Trios. Seither präsentiert sich das Ensemble mit einem breiten Repertoire bei zahlreichen Konzerten und Tourneen.
– Als Sohn einer Leipziger Musikerfamilie erhielt Michael Scheitzbach seinen ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren. Mit vierzehn gewann er seinen ersten nationalen Wettbewerb. Während seines Musikstudiums an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin mit den Hauptfächern Violine, Viola und Dirigieren wurde er 1984 Preisträger des internationalen Pal-Lucas-Wettbewerbs in Budapest. Im Alter von neunzehn Jahren wurde Michael Scheitzbach bereits als erster Solobratschist an die Staatskapelle Berlin verpflichtet. Außerdem wurde er Mitglied des Streichquartetts der Deutschen Staatsoper Berlin.
Nach seinem Weggang aus der damaligen DDR war er als Solobratscher der Bamberger Symphoniker tätig. Diesen Vertrag gab er jedoch wieder auf, um sich ausschließlich solistischen und kammermusikalischen Aufgaben widmen zu können. Sieben Jahre lang war Michael Scheitzbach Mitglied des Mandelring-Quartetts, mit dem er Konzertreisen nach Nord- und Südamerika, in den Orient und in fast alle europäischen Länder unternahm.
Seit einigen Jahren konzertiert er vor allem als Geiger und Primarius des quartetto lucarino sowie als Mitglied des Ensemble Abraxas und des Saxonia Piano Trios. Zu den vielen musikalischen Partnern gehören Persönlichkeiten wie Natalia Gutman, Pamela Franck, Peter Lukas Graf, Bruno Giuranna, Mstislaw Rostropowitsch, Christoph Eschenbach, Horst Stein, Ottmar Suitner u.a.
Es existieren eine Vielzahl von CD-Aufnahmen sowie Fernseh- und Rundfunkproduktionen und Mitschnitte.
– Tilman Trüdinger, 1983 geboren, begann mit neun Jahren mit dem Cellospiel. Nach studienvorbereitendem Unterricht in Stuttgart studierte er ab 2003 Violoncello und Kammermusik bei Wolfgang Emanuel Schmidt und Hans-Christian Schweiker an den Musikhochschulen in Dresden, Weimar und Köln und schloss mit Auszeichnung ab. Weitere wichtige Anregungen erhielt er in Meisterkursen u.a. bei Siegfried Palm, Frans Helmerson, Jens-Peter Maintz und David Geringas.
Bereits während des Studiums wurde er als stellvertretender Solocellist der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz engagiert. Als gefragter Kammermusikpartner trat er bei verschiedenen Festivals auf, ist Cellist des Saxonia Piano Trios und seit 2011 außerdem Mitglied des Robert-Schumann-Quartetts.
– Hiroto Saigusa wurde 1982 in Tokio geboren. Bereits im Alter von vier Jahren erhielt er den ersten Klavier- und Kompositionsunterricht von seinem Vater. Anschließend betreute ihn Michiko Okamoto am Konservatorium Toho Gakuen in Tokio.
Sein Wunsch, in Deutschland zu studieren, führte ihn 2002 zum Studium an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber nach Dresden. Dort schloss er sowohl das Diplomstudium (Klavier und Improvisation) als auch das Konzertexamen und die Meisterklasse bei Prof. Winfried Apel „mit Auszeichnung“ ab. Weitere pianistische Anregungen erhielt er von Jerzy Sulikowski (Polen), Gary Graffman (USA) und Fritz Hübsch (München).
Hiroto Saigusa ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Schon seit Beginn seines Studiums ist er ein gefragter Kammermusikpartner und Liedbegleiter. Er arbeitete dabei mit so renommierten Mentoren wie Wolfgang Emanuel Schmidt, Ivan Zenaty, Gerold Huber, Olaf Bär, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau. Er ist Pianist des Saxonia Piano Trios und tritt mit Benjamin Glaubitz (Tenor) und Georg Finger (Bariton) seit einigen Jahren als Liedduo auf.
Seit 2012 hat er einen Lehrauftrag für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und unterrichtet darüber hinaus an der Musikschule des Landkreises Meißen.
Zum Programm: Weit über 40 Klaviertrios hat Joseph Haydn zeitlebens geschaffen. Sie bilden eine den Streichquartetten in Entwicklung, Umfang und Bedeutung fast gleichzustellende Werkgruppe. Auch in diesem Fall begann Haydn mit aus den Musiziergewohnheiten der höfischen Musikpflege herauswachsenden Gelegenheitswerken und arbeitete sich durch zahlreiche spannende Experimente zu einer geschlossenen Gattungsvorstellung durch. Die kontinuierliche Steigerung des musikalischen Gehalts findet dabei (im Unterschied zum Streichquartett) weniger im Sinne einer ausgewogenen Selbstständigkeit aller Stimmen statt, denn das Cello bleibt immer in seiner Bassrolle verhaftet, sondern vielmehr in Richtung einer emotionalen Vertiefung und einer Verfeinerung der Klangmischungen.
Das 1794 entstandene B-Dur-Trio ist sicherlich eines der originellsten und heitersten Werke Haydns. Die klanglichen Möglichkeiten, die ihm die hervorragenden englischen Klaviere eröffneten, scheinen seine Lust am Komponieren gesteigert zu haben. Gleich der Beginn des ersten Satzes überrascht mit pianistischen Formulierungen, deren Weiträumigkeit an den späten Beethoven denken lässt. Die Freude an der Bewegung entlädt sich in ungewöhnlich weiten Tonsprüngen und virtuosen Skalen, mit denen Geige und Klavier einander übertrumpfen wollen. Ähnlich einfallsreich gestaltet und mit überraschenden Wendungen gespickt sind auch die beiden nachfolgenden Sätze.
Kein geringerer als Robert Schumann bezeichnete Felix Mendelssohn Bartholdys d-Moll-Trio op. 49 als „das Meistertrio der Gegenwart … eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.“ In seiner in der Neuen Zeitschrift für Musik veröffentlichten Rezension fährt er fort: „Was soll ich noch über dieses Trio sagen, was sich nicht jeder, der es schon gehört, selbst gesagt? Am glücklichsten freilich, die es vom Schöpfer selbst gehört. Denn wenn es auch kühnere Virtuosen geben mag, in so zauberischer Frische weiß kaum ein anderer Mendelssohns Werk wiederzugeben, als er selbst. Es schrecke dies niemanden ab, das Trio auch zu spielen; es hat sogar im Vergleich zu anderen, wie z. B. zu den Schuberts, weniger Schwierigkeiten … Daß das Trio übrigens keines für den Klavierspieler allein ist, daß auch die anderen lebendig einzugreifen haben und auf Genuß und Dank rechnen können, braucht kaum einer Erwähnung.“
Mit einem lyrischen, vom Violoncello angestimmten, dann von der Violine weitergeführten Thema beginnt das Stück. Für den Satzverlauf bestimmend ist außerdem ein zweiter, ebenfalls vom Cello vorgestellter Gedanke. Beide Themen werden kunstvoll verarbeitet und in verschiedene Zusammenhänge gestellt. Während der zweite Satz an den durch Mendelssohns Klaviermusik so populär gewordenen Typ der Lieder ohne Worte erinnert, greift das lebendige Scherzo den bewährten Gestus der mit Leichtigkeit dahineilenden „Elfenmusiken“ auf. Wie auch schon im Scherzo seines berühmten Oktetts verflüchtigt sich der Geisterspuk in luftigem Pianissimo. Mit einem packenden, gegen Ende wild dahinstürmenden und sich nach D-Dur aufklarenden Sonatenrondo schließt das Trio.
Mendelssohn selbst saß am Klavier, als das Werk am 1. Februar 1840 in Leipzig mit dem Geiger Ferdinand David und dem Cellisten Franz Carl Wittmann aus der Taufe gehoben wurde. Das Werk eroberte sich schon bald nach seiner Uraufführung einen Ehrenplatz in der Trioliteratur.


Das spätklassizistische Mendels­sohn-­Haus in der Leipziger Gold­schmidt­straße 12 ist die letzte baulich erhalten gebliebene Privatadresse des her­vor­ragenden Komponisten und Musikers Felix Mendelssohn Bartholdy. Es ist die Stätte, an der er am 4. November 1847, 38jährig, starb. Ein großer Garten mit Garten­haus grenzt an das Gebäude und lädt zum Verweilen ein. 1997 wurde die Wohnung des Kom­ponisten Felix Mendelssohn Bartholdy als Museum eröffnet. In authen­tischen Räumen entdeckt der Besucher originale Möbel, Dokumente und Bilder aus dem Familien­besitz. Seit 2014 gibt es einen modernen Museums­teil mit neu­esten Kom­mu­ni­ka­tions­mit­teln, die Wissen über Mendelssohn, sein Leben und Schaffen ver­mitteln.


Mendelssohn für Kinder

Neugierig geworden? Hier gibt es unsere aktuellen Angebote für Kinder.

Museum

Historische Räume

Effektorium

Moderne Räume

Fannys Welt

Führungen

Auf Anfrage werden Besucher gern, in Gruppen oder individuell, durch das Museum geführt. Jeden Sonnabend, 10 Uhr, laden wir auf den Spuren des Komponisten zum Mendelssohn-Rundgang durch das Museum und durch die Leipziger Innenstadt. Anmeldung erbeten. Nach Wunsch organisieren wir für Sie auch kleine Sonderkonzerte. Fragen Sie uns!

Konzerte

Im Mendelssohn-Haus gibt es ein reiches Angebot an Veranstaltungen: allwöchentliche Sonntagskonzerte im Musiksalon, den Leipziger Klaviersommer, Konzerte zu den Mendelssohn-Festtagen u.a. Immer wieder werden so neue Besucher und Künstler, die auch ihre eigenen Ideen in die lebendige Konzertplanung einbringen können, angezogen.

Meisterkurse

Die Internationale Mendelssohn-Akademie am Mendelssohn-Haus Leipzig, gegründet von Maestro Kurt Masur, bietet seit 2008 in jedem Jahr verschiedenste Kurse an – für Gesang, für Dirigieren u.a. Erfahrene und hoch angesehene Künstler leiten diese international besetzten Kurse. Informieren Sie sich hier über das Kursangebot und die Kursleiter.

Museumspädagogik

Seit 2014 hat das Mendelssohn-Haus ein eigenes Museum für Kinder, die sogenannte Remise. Ganz speziell geplante und abgestimmte Führungen und Programme wenden sich dort an Kinder und Jugendliche. Aber auch für Lehrer und Erzieher oder für ältere Menschen organisieren wir eigene Programmformate.

Aktuelles

In den Medien (externe Links)

Mendelssohn-Haus in Leipzig – Museum – Lohnt es sich? Sehenswürdigkeit

Das Mendelssohn-Haus Leipzig hat als Musikerbestätte das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten.

Maestro Kurt Masur:

Wie sehr haben wir in den ver­gan­genen 20 Jahr­en da­rum ge­kämpft, Felix Men­dels­sohn Bartholdy nicht nur in Leipzig, son­dern inter­na­tional zu einer ihm ge­büh­renden Auf­merk­sam­keit und Ehre zu ver­hel­fen. Wie viele Ini­tia­ti­ven haben wir mit viel Mü­he und Lie­be ins Le­ben ge­ru­fen: Das Men­dels­sohn-Haus mit sei­nem be­deu­ten­den Museum ist das be­ste Bei­spiel da­für. Wie vie­le groß­artige in­ter­na­tio­nale Er­fol­ge konn­te Men­dels­sohn da­durch be­reits feiern! Die Musik­stadt Leip­zig und vor allem auch das Gewand­haus­or­che­ster ha­ben dem Kom­po­ni­sten, Mu­si­ker und Ge­wand­haus­ka­pell­mei­ster Men­dels­sohn viel zu ver­dan­ken. Sei­nen Geist müs­sen wir mit höch­ster Prio­ri­tät wei­ter­tra­gen, das ist eine Ver­pflich­tung!

Unsere Partner:
Gefördert von der Stadt Leipzig, von der Beauftragten
der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert.