25 Jahre Mendelssohn-Haus – 175. Todestag Felix Mendelssohn Bartholdys

Das Festjahr für Felix 2022

Im Gedenken an den 175. Todestag Felix Mendelssohn Bartholdys und zum 25-jährigen Bestehen des Mendelssohn-Hauses Leipzig begeht Leipzig vom 3. Februar bis zum 4. November 2022 das „Festjahr für Felix“ und schlägt damit einen Bogen vom Geburtstag zum Todestag Mendelssohns.

Mendelssohn-Büste nach Ernst Rietschel
Mendelssohn-Büste nach Ernst Rietschel © Christian Kern

Im Herbst 2022 jähren sich in Leipzig zwei Ereignisse der Musikgeschichte: der 175. Todestag des am 4. November 1847 dort verstorbenen Komponisten, Pianisten und Dirigenten Felix Mendelssohn Bartholdy und der 25. Geburtstag des am 31. Oktober 1997 eröffneten Mendelssohn-Hauses.

„Felix Mendelssohn Bartholdy ist neben Johann Sebastian Bach der wohl bedeutendste Leipziger. Er hat die Musik geprägt wie nur wenige. Er begründete während seiner zwölf Jahre als Gewandhauskapellmeister ab 1835 und als Wegbereiter der ersten Musikhochschule Deutschlands Leipzigs Ruf als Weltstadt der Musik, der bis heute weltweit trägt. Ich freue mich sehr, dass unsere Marke „Musikstadt Leipzig“ auch im Jahr 2022 strahlen kann, im Festjahr für Felix Mendelsohn Bartholdy, das eine Einladung an Leipzig und seine Gäste aus aller Welt ist.“, so Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig.

Auftakt zum Geburtstag

Carolin Widmann und Gabriele Carcano
Carolin Widmann und Gabriele Carcano © Lennart Ruehle

Das „Festjahr für Felix“ beginnt am 3. Februar, dem Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys (1809–1847), mit einem Festkonzert im Mendelssohn-Haus um 20 Uhr. Carolin Widmann (Violine) und Gabriele Carcano (Klavier) spielen im historischen Musiksalon Violinsonaten von Johannes Brahms und Claude Debussy sowie Mendelssohns „Lieder ohne Worte“. Das Konzert finden Sie in unser Mediathek.

Felix im Frühling

Elena Bashkirova
Elena Bashkirova © Nikolaj Lund

„Wir möchten im Festjahr einen Bogen schlagen vom Geburtstag am 3. Februar zum Todestag am 4. November, unter dem sich unterschiedliche Formate und Angebote für alle finden. Mendelssohn war Komponist, Pianist und Dirigent, aber auch Maler, Literat, Kulturpolitiker und Weltreisender. Er war ein genialer, unglaublich vielseitiger, europäischer und modern denkender Mensch. Hier ist der Ort, wo all dies spürbar wird.“, so Patrick Schmeing, Direktor des Mendelssohn-Hauses.

Ein nächster Höhepunkt des Festjahrs ist im Frühling geplant. Am letzten Mai-Wochenende (27. Mai) eröffnet im Mendelssohn-Haus unter dem Titel „Musentempel, Mietshaus, Museum“ die Sonderausstellung zur Geschichte des Wohnhauses in der heutigen Goldschmidtstraße, vormals Königstraße. Dessen Belétage bezog die Familie Mendelssohn 1845. Das Haus und seine Bewohner erlebten eine überaus bewegte Geschichte, die mit der Eröffnung des heutigen Mendelssohn-Hauses samt Konzertbetrieb eine glückliche Wendung nahm.

Unter dem Titel "Felix im Fühling" finden am folgenden Sonnabend und Sonntag (28./ 29. Mai) finden Konzerte im Musiksalon, bei schönem Wetter auch im Garten des Mendelssohn-Hauses statt, u.a. mit dem Michelangelo-Quartett (Mihaela Martin, Conrad Muck, Michael Barenboim, Frans Helmerson), Sharon Kam (Klarinette), Juliane Banse (Sopran) und Elena Bashkirova (Klavier), die als Präsidentin des Mendelssohn-Hauses auch dessen künstlerisches Programm gestaltet. „Ein besonderer Glücksfall ist die Zusage von Alfred Brendel, der am 29. Mai im Musiksalon über Goethe und die Musik sprechen wird“, freut sich Bashkirova.

Alfred Brendel
Alfred Brendel © Jean-Baptiste Millot

Mendelssohn-Festtage 2022

Höhepunkt des Festjahres werden die Mendelssohn-Festtage im Herbst sein als Kooperation von Mendelssohn-Haus und Gewandhaus zu Leipzig. Sie beginnen an dem Tag, an dem das Mendelssohn-Haus als Museum vor 25 Jahren für Publikum öffnete. Kurt Masur übergab es am 31.10.1997 der Öffentlichkeit, womit sein Herzenswunsch in Erfüllung ging. Daran erinnert das Festkonzert zur Eröffnung der Mendelssohn-Festtage am 31. Oktober im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses mit Mojca Erdmann (Sopran), Elena Bashkirova (Klavier) und dem Gewandhaus-Quartett. In den darauf folgenden Tagen finden im Mendelssohn-Haus und Gewandhaus zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen statt, Gäste sind zum Beispiel Gideon Kremer und Jörg Widmann. Im Konzert zur Todesstunde Mendelssohns am Abend des 4. November werden Dorothea Röschmann (Sopran) und Elena Bashkirova Lieder von Felix und seiner Schwester Fanny interpretieren sowie Auszüge aus Fannys Zyklus "Das Jahr". Höhepunkt der Festtage werden zwei Konzerte des Gewandhausorchesters unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada am 3. und 4. November im Großen Saal des Gewandhauses sein. Die Festtage enden dort auch am 6. November mit dem Abschlusskonzert im Mendelssohn-Saal.

Gewandhausorchester und Andris Nelsons
Gewandhausorchester und Andris Nelsons © Gert Mothes

Das Programm des Mendelssohn-Festjahres bietet an jedem Sonntag um 11 Uhr ein Kammerkonzert im historischen Musiksalon des Mendelssohn-Hauses, die Sonntagsmatinéen in der Tradition der Familie Mendelssohn, zudem zahlreiche Führungen, Gespräche und Vorträge sowie Angebote für Kinder.