Internationaler Mendelssohn-Preis Leipzig 2026

Angela Merkel und Jörg Widmann als Preisträger

Der Internationale Mendelssohn-Preis Leipzig 2026 geht an Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel und an den Musiker und Komponisten Jörg Widmann. Die Preise werden im Eröffnungskonzert der Mendelssohn-Festtage am 1. November im Gewandhaus von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung überreicht.

Der Internationale Mendelssohn-Preis Leipzig wird in den Kategorien „Musik“ und „Europa“ vergeben. Denn Felix Mendelssohn Bartholdy steht für die Verbindung von künstlerischer Exzellenz und Vielseitigkeit mit den humanistischen Idealen des modernen Europas. Felix Mendelssohn Bartholdy war Komponist, Pianist, Dirigent und bildender Künstler und stand gleichzeitig für kulturelle Verständigung und Toleranz. Er veränderte die Welt der Musik auch durch sein tiefes Interesse an Europa und dessen Vielfalt. Zudem soll der Preis an die antijüdischen Ressentiments gegenüber Mendelssohn erinnern, die ihren Tiefpunkt in der Zerstörung des Leipziger Mendelssohn-Denkmals durch die Nationalsozialisten fanden.

Die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung zeichnet mit dem Internationalen Mendelssohn-Preis Leipzig Persönlichkeiten aus, deren Leben und Wirken diesem Geiste Mendelssohns entsprechen.

Angela Merkel

Dr. Angela Merkel ist Preisträgerin 2026 in der Kategorie „Europa“. Die Stiftung würdigt damit die deutsche Bundeskanzlerin von 2005 bis 2021 für ihre besonderen Verdienste um die Einigung und Integration Europas und dessen Zusammenhalt als Friedens- und Wertegemeinschaft. Über viele Jahre hinweg hat sie Europa entscheidend geprägt und in Zeiten von Euro- und Flüchtlingskrise, Brexit und Coronapandemie in höchstem Maße Verantwortung übernommen und Handlungsfähigkeit bewiesen. Zudem trat Merkel für die Überwindung der Ost-West-Teilung Europas angesichts der Erfahrungen der deutschen Wiedervereinigung ein. Dabei ließ sie sich stets von den humanistischen Idealen leiten, die auch Felix Mendelssohn Bartholdy vertrat, und ihrem tiefen Glauben an die Menschlichkeit, Vernunft und Kultur.

Jörg Widmann

Prof. Jörg Widmann ist Preisträger 2026 in der Kategorie „Musik“. Die Stiftung würdigt damit den international erfolgreichen Klarinettisten, Dirigenten und Komponisten für seine beeindruckende Vielseitigkeit und herausragende künstlerische Leistung. Die bedeutenden Orchester im In- und Ausland haben seine Kompositionen uraufgeführt und im Konzertrepertoire. Die Musik Felix Mendelssohn Bartholdys und seine humanistischen Ideale prägen Jörg Widmann seit früher Jugend. Er führt seine Werke regelmäßig als Solist und Dirigent weltweit auf und komponierte 2016 die Paraphrase über Mendelssohns Hochzeitsmarsch aus dem Sommernachtstraum. Zudem widmet er sich intensiv der musikalischen und kompositorischen Nachwuchsförderung, zuletzt an der Barenboim-Said Akademie in Berlin.

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorsitzender des Stiftungsrats der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung:

„Wir wollen mit dem Mendelssohn-Preis im Gedenken an den großen Künstler und Europäer Felix Mendelssohn Bartholdy, der Leipzig wie nur wenige prägte, Menschen ehren und auszeichnen, deren Lebensleistung für die Musik und für ein menschliches Europa zutiefst beeindruckend, herausragend und motivierend ist. Wir sind sehr glücklich, Angela Merkel und Jörg Widmann den Mendelssohn-Preis 2026 überreichen zu dürfen!“