Kursleiter

Internationale Mendelssohn-Akademie Leipzig
Biographien der Kursleiter

Professor Peter Schreier
wurde in Meißen geboren. Schon als Mitglied im Dresdner Kreuzchor wurden ihm viele solistische Aufgaben übertragen. Er studierte an der Dresdner Musikhochschule Gesang bei Herbert Winkler und Johannes Kemter, Dirigieren bei Ernst Hintze und Chorleitung bei Martin Flämig.
1961 wurde er Mitglied der Staatsoper Dresden. 1963 verpflichtete ihn die Deutsche Staatsoper Berlin mit einem Gastvertrag, 1969 kam die Wiener Staatsoper hinzu. 1966 sang Schreier bei den Bayreuther Festspielen und im Jahr darauf trat er zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen auf, wo er ununterbrochen 25 Jahre gastierte. Das Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera und erste Auftritte an der Mailänder Scala und im Teatro Colon in Buenos Aires folgten. Seit September 1981 ist Peter Schreier Honorarprofessor für Gesang.
Für seine Verdienste wurde er oft ausgezeichnet; so ernannten ihn Bayern, Österreich und die DDR zum Kammersänger. Er wurde Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Akademiemitglied in München und Berlin und ist Mitglied der Königlich-Schwedischen Kunstakademie. Seine Preise umfassen u. a. den Nationalpreis 1. Klasse, des Weiteren den Leonie-Sonnigs-Musikpreis, Kopenhagen. Für seine Verdienste in Mozarts Werken bekam er die Wiener Flötenuhr, und er wurde mit dem Ernst-von-Siemens-Preis geehrt, ebenso mit dem Internationalen Mendelssohn-Preis zu Leipzig.

Peter Schreier hat sich seit Beginn seiner Laufbahn als Mozart-Tenor einen Namen gemacht. Ebenso besitzt er im Bereich der klassisch-romantischen Kantate und des Oratoriums ein großes Repertoire. Seine große Liebe aber gilt dem Lied, womit er in allen bedeutenden Konzertsälen der Welt auftrat. Aus seiner sächsisch-protestantischen Kantorentradition heraus bilden die Werke Bachs den Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit.
Eine umfangreiche Diskographie belegt, daß Schreier seit Jahrzehnten als sensibler Liedinterpret geschätzt ist, der sich mit allen Stilarten bis zur Moderne befaßt.
Seit 1979 tritt Peter Schreier auch als Dirigent in der Öffentlichkeit hervor. Er übernahm weltweit in den Bach-Passionen und im Weihnachtsoratorium von Bach die Leitung und die Partie des Evangelisten. Konzerte mit der Dresdner Staatskapelle, dem Berliner Philharmonischen Orchester, den Wiener Symphonikern, Mozarteum-Orchester, Gürzenich-Orchester und Los Angeles-Philharmonic-Orchestra u. a. machen ihn zu einem vielbeschäftigten Dirigenten.
2005 beendete Schreier seine Gesangskarriere. Seitdem dirigiert er im In- und Ausland und leitet internationale Meisterklassen.

Professor Georg Christoph Sandmann, Jahrgang 1965, besuchte von 1974 bis 1983 die Spezialschule für Musikerziehung Georg Friedrich Händel Berlin und nahm parallel dazu Violinunterricht an der Musikschule Berlin-Köpenick. 1984 bis 1989 absolvierte er das Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in den Fächern Dirigieren bei Prof. R. Reuter, Klavier, Gesang und Komposition. 1989 bis 1992 hatte er die Stelle des 1. Kapellmeister an den Bühnen der Stadt Zwickau inne, anschließend arbeitete er bis 1998 als 2. Kapellmeister an den Städtischen Theatern Chemnitz und war danach freischaffend als Dirigent und Pianist tätig. 1999 erfolgte die Ernennung zum Generalmusikdirektor bei der Mittelsächsischen Theater- und Philharmonie GmbH.
2003 wurde Georg-Christoph Sandmann zum Generalmusikdirektor des Theater Plauen-Zwickau ernannt. Ab 2010 arbeitete Georg Christoph Sandmann freischaffend als Dirigent, Pianist und Dozent, u.a. seit 2011 bei der Internationalen Mendelssohn-Akademie Leipzig.
Seit dem Jahr 2000 unterrichtete Georg Christoph Sandmann als Hochschullehrer an der Hochschule für Musik Carl-Maria-von-Weber in Dresden; dort ist er seit 2016 Professor für Orchesterdirigieren.

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