Ein Museum zu Ehren Mendelssohns

Ein Museum zu Ehren Mendelssohns

Eintritt: 7,50 € / ermäßigt 6,00 €

Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
(24. und 31. Dezember 10-15 Uhr)

Eintrittsfreier Besuchertag an jedem zweiten Donnerstag im Monat
(gilt nicht an Feiertagen und nicht für Gruppen)

Eintritt ins Konzert: 15,00 € / ermäßigt 12,00 € + VVK-Gebühr (sofern im Spielplan nicht anders angegeben)

Im Herzen der Stadt, unweit vom Gewandhaus, befindet sich in der Goldschmidtstraße 12 (ehemals Königsstraße 5) das Wohn- und Sterbehaus Felix Mendelssohn Bartholdys (1809-1847). Das Mendelssohn-Haus ist die letzte baulich erhalten gebliebene Privatadresse des hervorragenden Musikers und Komponisten.

Etwa 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Haupthaus und ca. 200 Quadratmeter im Gartenhaus stehen für unsere Besucher zur Verfügung.

Das Museum bietet den eindrucksvollen historischen Teil in der ehemaligen Wohnung der Mendelssohns, in den wir jeden Sonntag, 11 Uhr, zum Konzert laden. Aber auch sehr viel modern gestaltete Ausstellungsfläche lädt im Erdgeschoß zum Verweilen, zum Musikhören und Dirigieren ein. Daneben sind das originale Treppenhaus, das Kindermuseum und der Raum für Sonderausstellungen Teile des Museums.

Sie können mit uns, in Gruppe oder individuell, eine Führung vereinbaren.

Sonderausstellungen und Veranstaltungen im Kindermuseum bereichern unseren Programmplan.

Die Mendelssohnsche Wohnung, die von der Familie 1845 bezogen wurde und die wieder in ihrer ursprünglichen Gestaltung wie zu Lebzeiten des Künstlers erstehen konnte, beherbergt seit dem November 1997 ein Museum zu Ehren des ehemaligen Bewohners, der nicht nur als Komponist und Kapellmeister, sondern auch als Kulturpolitiker und Klaviervirtuose wirkte. Hier findet der interessierte Besucher Informationen zum Leben und Wirken Mendelssohns. Brief- und Notenmaterial sowie Aquarelle von Mendelssohns Hand, originales Mobiliar, das Arbeitszimmer des Komponisten, der Musiksalon – all das ist beredtes Zeugnis für die Epoche, in der Mendelssohn lebte. Damit wird das Museum als authentischer Ort erlebbar, eingerichtet im Stile des Spätbiedermeiers.

Die schriftliche Dokumentation beschäftigt sich mit der Herkunft, Bildung und dem großen Freundeskreis Mendelssohns, aber auch mit dem Nachleben des Künstlers, einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte. Die Verachtung für den Musiker jüdischer Herkunft, die, beginnend bereits im 19. Jahrhundert, unter den Nationalsozialisten ihren Höhepunkt erreichte, war der Grund dafür, daß das reiche Werk des Künstlers diffamiert wurde oder teilweise in Vergessenheit geriet. Dabei war Felix Mendelssohn Bartholdy der bedeutendste Komponist der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Wichtigste und bedeutungsvollste künstlerische Station seines nur 38-jährigen Lebens war Leipzig. Auch über diese Zeit wird der Besucher umfassend informiert.

Das Museum im Mendelssohn-Haus ist sich seiner historisch herausragenden Bedeutung und der damit verbundenen gesellschaftlichen Aufgaben wie Bewahrung und Pflege des Mendelssohnschen Erbes, die musische und historische Bildung der Jugend wohl bewußt. Deshalb hat sich die Stiftung, die das Gebäude mit dem Museum verwaltet, u.a. verpflichtet, Mendelssohns musikalisches und gedankliches Erbe zu retten und es wieder bekannter zu machen: Zu diesem Zweck finden jeden Sonntag, 11 Uhr, im Musiksalon des Museums Konzerte statt, die – in Mendelssohnscher Tradition – die Musik aller Epochen bieten.

Ideal ist das Mendelssohn-Haus für sonntägliche Vormittagsausflüge: Ein Konzertbesuch und ein anschließender Rundgang durch die originalen Räumlichkeiten der Familie Mendelssohn sind ein Erlebnis für die ganze Familie, die entdecken kann, wie man vor ca. 150 Jahren wohnte und lebte.

Konzertsaal des Alten Gewandhauses
Konzertsaal des Gewandhauses, in dem Felix Mendelssohn Bartholdy viele Konzerte dirigiert hat (Foto: Judith Hering)

Leipziger Museum aus der Sicht einer französischen Schülerin

Als Camille das Mendelssohn-Haus im Sommer 2015 im Rahmen eines Schüleraustauschs mit der Partnerstadt Lyon besuchte, hat sie ihre Eindrücke in einem Video festgehalten.