Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig 2016

Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig 2016

Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig 2016 für Tomoko Masur im Rahmen des Gedenkkonzertes für Maestro Kurt Masur

Zum neunten Mal wurde am 16. April 2016 der Internationale Mendelssohn-Preis zu Leipzig verliehen. In diesem Jahr übergab der Leipziger Oberbürgermeister den Preis an Tomoko Masur für ihre zahlreichen Verdienste um Felix Mendelssohn Bartholdy.
Die Verleihung fand im Rahmen eines Konzertes im Gewandhaus statt, in dem die Leipziger in Anwesenheit vieler internationaler Gäste, u.a. aus Japan, den USA, aus Frankreich und Großbritannien sowie aus Israel, des langjährigen Gewandhauskapellmeisters Maestro Kurt Masur gedachten, der am 16. Dezember 2015 verstorben war. Der Leipziger Oberbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzende der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, Burkhard Jung, eröffnete den Konzertabend mit warmen und ehrenvollen Worten im Gedenken an diesen Musiker, Dirigenten und gesellschaftlich engagierten Menschen.

 

Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig 2016

Solisten des Abends waren Freunde und Wegbegleiter des Maestro, wie Anne-Sophie Mutter (Violine), Alban Gerhardt (Violoncello), die Pianistin Elisabeth Leonskaja, Frank-Michael Erben (Violine) und Anton Jivaev (Viola).
Im Orchester spielten unter der Leitung von Michael Sanderling neben Mitgliedern des Gewandhausorchesters auch Freunde und Kollegen aus Paris, London, New York und Tel Aviv, die damit dem verehrten und international äußerst geschätzten Dirigenten ihre Hochachtung für sein Lebenswerk zollten. Musikalisch hatte Kurt Masur neue Maßstäbe gesetzt, natürlich auch mit seinen Interpretationen der Jugendsinfonien Felix Mendelssohn Bartholdys, die er in den 70er Jahren mit dem Gewandhausorchester erstmals auf Schallplatte einspielte. Überhaupt widmete sich Kurt Masur intensiv dem Werk Mendelssohns, das ihn zeitlebens nicht losließ und das er auch jungen Dirigenten intensiv in Meisterkursen nahebrachte.
Aber auch die Musik von Beethoven, Brahms, Schostakowitsch und vieler anderer Komponisten begeisterte ihn und seine Orchester stets zu mitreißenden Aufführungen, die das Publikum weltweit   bejubelte. Das sind Erinnerungen, wie Kurt Masur sie selbst liebte und von denen er gerne erzählte, wußte er doch, daß er in seinen Konzerten dann das Publikum erreicht hatte, daß er Menschen mit einem unschätzbaren Gut beschenkt hatte. Von seiner großen Liebe zur Musik berichten Kollegen und Freunde immer wieder und am Abend des Gedenkkonzertes sprach auch sein Sohn Ken-David darüber, der als Dirigent in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist. Mit anrührenden Worten zeichnete er ein liebevolles und anerkennendes Portrait seines Vaters, das dessen Verdienste um die Musikwelt und die europäische Orchesterkultur treffend nachzeichnete.

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Foto: Christian Kern